Ich verdiene mehr als er

Tipps wie Sie Ihr höheres Einkommen würdevoll in die Partnerschaft einfließen lassen können

Viele Frauen kommen manchmal in die unangenehme Situation, der Hauptverdiener im Haus zu sein und fragen sich, ob sie sich Sorgen darüber machen sollten. Die beste Art und Weise, mit diesem delikaten Thema umzugehen ist bewusst darauf zu reagieren, statt sich zu sorgen.
 
Tatsache:
Laut Statistiken aus einer Umfrage (American Community Survey) verdienen in fast einem Viertel aller Haushalte Frauen mehr als Ihre Ehemänner (18 – 65 Jahre). Forscherin Marianne Bertrand entdeckte zusammen mit einigen Kollegen der University of Chicago Booth School for Business in einer Studie über Gender-Identität und relatives Einkommen innerhalb eines Haushalts (Gender Identity and Relative Income within Households), dass viele Frauen, die das Potenzial dazu hätten, mehr zu verdienen als Ihre Gatten, sich – bewusst oder unbewusst – zurückhalten indem sie zu Hause bleiben, schlechter bezahlte Jobs annehmen oder Teilzeit arbeiten und sich so dazu entschließen, dieses Thema innerhalb der Beziehung nicht anzubringen. Es stimmt tatsächlich, dass die Scheidungsrate höher ist für Paare, bei denen die Frau mehr verdient als der Mann.
 
Sie sind eine der mutigen Frauen, die „ja“ zu ihrem Traumberuf gesagt hat?
Dann haben wir hier einige Tipps, wie Sie Ihr neugefundenes Wissen buchstäblich an den Mann bringen können:

Sprechen Sie darüber, dass Sie einen relativ neuen Weg einschlagen
Egal wer von Ihnen beiden mehr verdient, in einer gesunden Beziehung sollten beide Partner gleiches Mitspracherecht bei Themen wie Familienangelegenheiten, Ausgaben, sozialen Events, usw. haben. Es kann eine Herausforderung sein, als gleichwertige Chefs eine Familie zu leiten, aber durch häufige „Familienstatus- Checks" können Sie alles meistern.
 
Machen Sie sich bewusst, dass die Hausarbeit zum Problem werden kann
Ich nehme Ihnen nicht gerne die Illusionen, aber laut der Umfrage „American Time Use Survey“  des amerikanischen Amtes für Arbeitsstatistik (U.S. Bureau of Labor Statistics) erledigen Frauen, die mehr verdienen als Ihre Ehemänner oft mehr Hausarbeiten, nicht weniger. Diese Umfrage zeigt, dass während Ehemänner durchschnittlich 20,8 Stunden mit der Hausarbeit und Kindeerziehung beschäftigt sind, Ehefrauen 33,5 Stunden wöchentlich für dieselben Aktivitäten aufwenden. Wissenschaftler glauben, dass Frauen, die mehr verdienen als Ihr Ehegatte mehr Hausarbeit auf sich nehmen, um die Ängste ihres Partners in Zaum zu halten. Jedoch führt eine unausgeglichene Hausarbeit zu Unzufriedenheit, Vorwürfen und Burn-Out. Am besten, Sie verteilen die Haushaltsarbeiten gleichmäßig in der Familie.
 
Besprechen Sie finanzielle Entscheidungen
Bisher waren Ehen immer so aufgebaut, dass der Hauptverdiener über große finanzielle Entscheidungen bestimmte. Dies sollte sich ändern. Die Partnerschaft in Ihrer Ehe sollte sich über den Eheschein hinaus entwickeln und finanzielle Entscheidungen von beiden Partnern getroffen werden, unabhängig des jeweiligen Gehalts. Sprechen Sie gemeinsam über Erwartungen und wie mit Geld in Ihrer eigenen Familie umgegangen wurde. Schaffen Sie Familienregeln rund um das Thema Ausgaben und stellen Sie sich gegenseitig Fragen wie: Ist es ein Problem, wenn ein Partner € 150,- für Konzerttickets oder neue Schuhe ausgeben möchte? Haben Sie das Gefühl, dass ein bestimmter Besitz, wie das Haus oder die Wohnung, in der Sie gemeinsam leben, mehr einem Partner gehört, als beiden? Beantworten Sie diese Fragen ehrlich. Arbeiten Sie dann einen Finanzplan aus, der für die ganze Familie funktioniert.

Ziehen Sie einen Therapeuten zu Rate  
Wenn Sie wiederholt in hitzige Debatten über Geld, finanzielle Macht und Haushaltsaufgaben geraten, dann ist es vielleicht an der Zeit, dies einmal mit einem objektiven Berater zu besprechen, der Ihnen dabei hilft, neue Lösungen zu finden.



Victoria Clayton lebt als Autorin in Südkalifornien und schrieb bereits für TheAtlantic.com, The Los Angeles Times, Redbook, Self und zahlreiche andere Magazine. Sie arbeitete als Kolumnistin für Gesundheit und Elternfragen bei MSNBC.com. Sie ist Ehefrau, Mutter, Inhaberin eines Kleinunternehmens, furchtlose Köchin und Yogabegeisterte. 
 

 

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